
Donnerstag, 17. März 2011, 19 Uhr, Eintritt frei
Museum Weltkulturen D5, Anna-Reiß-Saal
Die Reliefs des weltberühmten Pergamonaltars mit Darstellung einer Gigantomachie werden heute in Berlin aufbewahrt. Der Altar selbst war weit mehr als ein griechischer Opferaltar. Die pergamenischen Könige erbauten in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts vor Christus vielmehr ein Altargebäude. Es ist der größte unter den Monumentalaltären, wie sie in hellenistischer Zeit in Kleinasien und auf den ostgriechischen Inselns entstanden.
Das beeindruckende Erscheinungsbild des Pergamonaltars zeigt Architekturelemente, die vor allem im Bereich von Zeuskulten anzutreffen sind. Darüber hinaus charakterisieren sie Palastbauten. Beim Pergamonaltar verbindet sich demnach die Vorstellung eines palastartigen Heiligtums des Zeus' auf einem Berg mit dem mythischen Herrschersitz des Göttervaters auf dem Olymp.
Donnerstag, 31. März 2011, 19 Uhr, Eintritt frei
Museum Weltkulturen D5, Anna-Reiß-Saal
Ein wichtiges Kapitel der vielfältigen neuzeitlichen Rezeptionsgeschichte des Apollon ist Thema an diesem Vortragsabend. Forschungserkenntnisse verweisen auf eine besondere Affinität der europäischen Gesellschaft der Jahrhundertwende zu bestimmten Formen kultureller Dekadenz. Anhand literarischer sowie bildlicher Darstellungen des Gottes stellt der Referent die spezifische Instrumentalisierung Apollons im erotischen Geschlechterdiskurs der beginnenden Moderne heraus.
Am Donnerstag, den 7. April 2011 hält Dr. Martin Maischberger, Kustos an den Staatlichen Museen zu Berlin einen Vortrag über die Geschichte der Antikensammlung und stellt die aktuellen und künftigen Aktivitäten in den Mittelpunkt.
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